Tag 11-20: Dschungel, Regenwald, Kinabatangan River und Orang-Utan`s auf Borneo

Borneo-0305DanumValleyAngekommen in Lahad Datu, ein sauberes und günstiges Hotel war schnell gefunden, dazu frisch gestärkt bei einem einfachen, aber akzeptablen Frühstück beim Chinesen direkt um die Ecke. Mittlerweile war offensichtlich, alles, was zu unternehmen sich lohnt, muss früh gebucht werden, um nicht immer mit “fully booked” abgewiesen zu werden. Und dazu sind Touren über Agenturen ca. dreimal so teuer, als auf eigene Faust was zu probieren. Das war ein Anreiz, der andere bestand darin, sich zurecht zu finden, auszuprobieren und sich unter das einheimische Volk zu mischen. Und damit hatten wir in Lahad Datu voll ins Schwarze getroffen. Hier waren keine “Touris” mehr zu sehen, die vielen Einheimischen sahen uns etwas verdutzt an, einige kicherten vor sich hin und andere musterten uns von oben bis unten, aber alle hatten eines gemein, wir wurden ständig freundlich gegrüßt, wahrscheinlich möchte jeder zu Hause stolz erzählen, er habe mit “komisch aussehenden Menschen” gesprochen. In Lahad Datu ist das Büro ansässig, dass uns eine Unterkunft im Regenwald geben konnte, und zwar in einer Station zu Forschungszwecken. Die andere Unterkunft für Touristen ist selbst für Europäer völlig überteuert. Und da Verena ja gern wieder studieren möchte, gaben wir uns kurzer Hand als Studenten aus, die als Projekt den Klimawandel und deren Veränderungen auf die Vegetation des Regenwaldes untersuchen. Rückfragen erfolgten zu unserem Erstaunen keine, wir registrierten uns und waren am nächsten Tag überpünktlich und mit minimalem Gepäck abfahrbereit wieder im Büro. Die beiden großen Rucksäcke konnten wir für den Ausflug im Hotel zwischenlagern, immer in Verbindung mit der Aussage “no problem, no problem”. Aber diese Erfahrung haben wir ja auch schon ganz zu Anfang in Kuala Lumpur gemacht, als der Rezeptionist vom Hostel auf unsere Bitte eingegangen ist, auf unseren Beutel – also eher Verena’s -, den wir Anfang Januar 2010 für Südostasien benötigen, aufzupassen. Etwa 20 km außerhalb bog der Kleinbus auf eine Art unbefestigten Schtterweg ab, wir konnten uns zwar nicht vorstellen, dass wir auf so einem Weg nun noch knapp 55 km vor uns hatten, aber es war tatsächlich so. Das Durchschnittstempo sank auch abrupt auf max. 20-30 km/h, Gefälle und Steigungen von 10-15 % waren keine Seltenheit und vor etlichen Schlaglöchern kamen wir sogar kurz zum Stillstand, ehe der Fahrer sein Vehikel vorsichtig darüber beförderte. Die nächsten 3 Stunden wurden wir sehr ordentlich durchgeschüttelt, anfangs fiel das gar nicht auf, da direkt abseits der Hauptstraße das Abenteuer Regenwald begann. Zunächst noch völlig fasziniert von dieser wildwuchernden Landschaft, teilweise konnte man keine 3 m ins Dickicht mehr schauen, oben überragten die bis zu 70 m hohen Mengaris Bäume, die wir bis dato nur aus irgendwelchen Filmen kannten, den Wald, aber dann wandelte sich unsere Laune über gelangweilt, genervt und bei Ankunft waren wir einfach nur noch erschöpft. Doch so spannend alles begann, die drei Tage entpuppten sich dann als Entäuschung und wir waren froh, in die Zivilsation zurückkehren zu können. Zusammengefasst gab es viel Regen, wenig Möglichkeiten, etwas auf eigene Faust zu unternehmen und kaum wilde Tiere zu bestaunen. Auch ein wunderschöner Sonnenaufgang mit Blick auf den ganzen Regenwald, wenn in nur wenigen Minuten Himmel und Erde das ganze Farbspektrum vollziehen und die Sonne am Ende den vom Nebel bedeckten Wald in neuem Glanz erstrahlen lässt, war zwar ein verheißungsvoller Auftakt, aber danach war es auch vorbei mit dem Abenteuer unseres 1.Regenwalderlebnisses. Nicht ganz, denn eine verdammt große Schrecksekunde hatten wir noch.Die gebuchte 4-Stunden-Tour wurde wegen anstehendem Gewitter abgesagt. Dann gab es aber nur einen Schauer und der Nachmittag noch so lang, nicht gut für uns zwei Abenteuerjunkies und Verena wollte ja schließlich unbedingt Affen aus der Nähe sehen.Acht verschiedene Affenarten sind im Danum Valley bzw. im ganzen Regenwald auf Borneo heimisch. Also ab auf den nur zwar 500m langen Nature Trail durch den Regenwald, denn den durfte man als Einzigen ohne Guide erkunden. Die Vorbereitung mit Anziehen, Vorbeugung gegen Blutegel, Moskitos oder Sonstigem dauerte ca. eine halbe Stunde, hinter dem Restaurant führte ein schmaler Weg zu einer Hängebrücke über einen Bach, der Start des Trails. Hoch motiviert und total aufgeregt überquerten wir die Brücke äußerst vorsichtig, auf der andere Seite eine vollkommen andere Welt, die Geräusche wurden schlagartig lauter, keine Straße mehr, nur noch ein schmaler Pfad, schlammig und nur noch breit genug für eine Person, rechts und links dichtes Unterholz, Sichtweiten von nur noch knapp 10m, wir tasteten uns ganz behutsam vor. Plötzlich ein starkes Rascheln von links, eigentlich raschelte es immer irgendwo, aber das musste etwas Größeres gewesen sein. Ein richtig großer pig-tailled makaque starrte uns auf allen Vieren aus sicherer Entfernung bewegungslos an, wir erstarrten ebenso und erwiderten den Blick, Verena ergänzte, “was machen wir jetzt?” Kaum hatte Sie die Frage beendet, rannte der Makake schon ein Stück seitlich zu uns, blieb dann wieder bewegungslos stehen und grölte mit einem tiefen aggressiven Ton los. Blitzartiger Pulsanstieg, gefolgt von Schweißausbruch und eines sofortigen Rückzugeswar unsere Reaktion . Wir drehten uns langsam und hatten nur ein einziges Ziel im Sinn, die Hängebrücke. Das Gehirn auf Hochtouren, “wo ist bloß die verdammte Brücke?, ich hab nix, um mich zu verteidigen?, Jetzt bloß nicht stolpern!, Ist der Affe allein?,” War er natürlich nicht, weiter hinten konnte ich weitere erkennen, aber er ist wohl der Anführer und wiederholte seine Aktion, diesmal nahm er allerdings direkten Kurs auf uns und wurde bedrohlicher. Verena drehte sich nicht mehr um, den Kopf zu Boden gerichtet starrte Sie nur den Schlamm vor ihren Füßen an, ich musste immer wieder schauen, wo er ist, dann wieder nach vorn, noch keine Brücke in Sicht und erneut wiederholte er seine Aktion, dann war er auch nur noch 6-7m hinter uns. Endlich, da vorn erschien das rettende Ufer, noch ein paar Meter. Der Makake verfolgte uns dann auch nicht mehr weiter, zum Glück waren wir gerade mal maximal 100m weit gekommen. Mit zittrigen Händen, weichen Knien,schweissgebadet und einem Adrenalinschub der anderen Sorte erreichten wir das andere Ufer, so hatte sich Verena ihr erstes Affenerlebnis auch nicht erträumen lassen. Später erfuhren wir vondem Guide, mit dem wir den Trail danach doch erfolgreich absolvierten, wir hätten genau richtig reagiert, da diese Art der Makaken zu den Agressivsten unter den Affen zählen, ehe wir am Tag drauf noch mal die 4-Stunden-Tour zum Tembaling Wasserfall in Angriff nahmen. Nüchternes Fazit, reichlich transpiriert, Trail nicht besonders schön und am Ende winkte ein ca. 5-7m hoher Wasserfall. Das Bad im kühlen Wasser zählte schon zur Hauptattraktion,Blutegel inklusive. Nach einer vorprogrammmierten zähen Autofahrt hatten wir nicht nur unsere Rucksaecke wieder, sondern auch zwei jüngere holländische Schwestern im Gepaeck , die als nächstes Ziel ebenfalls den kleinen Ort Sukau am Kinabatangan River ansteuerten, 40km weiter östlich abseits der Hauptverbindung zwischen Lahad Datu und Sandakan.Jeder hielt an, hier spielt jeder gern mal Chauffeur, um seine Kasse aufzubessern, aber forderten viel zu viel. Und so kam es, dass eine der beiden Holländerinnen ganz spontan den Daumen raushielt. Es dauerte nicht lang, ehe wir uns auf der Ladefläche eines Mini-LKWs zum Transport der Palmölfrüchte wiederfanden und uns die halbe Strecke zu seinem Haus mitnahm. Kurzer Zwischenstop bei der Familie, die uns sehr neugierig anschaute, dann weiter im Minibus des Freundes zum Zielort. Mit im Bus mussten wir jedoch ein Kleinkind vernehmen, an dessen offenen Wunden sich bereits mehrere Fliegen zu schaffen machten und uns schlagartig wieder bewusst werden ließ, dass Deutschland auch seine guten Seiten hat. Sukau selbst besteht nur aus einer einzigen Straße, den Fluss immer parallel in Sichtweite, ganz am Ende ging der Belag von Teer in Rasen über, wo unsere B&B Lodge gelegen war, die bisher schlechteste Unterkunft, obwohl das Niveau bis auf Singamata bei allen nicht gerade hoch angesiedelt war. Am nächsten Morgen wurde Verena mit einem Sonnenaufgang und dem Beobachten eines Affen von der Veranda für ihr standardmäßiges frühe Aufstehen belohnt, ich zwar auch nicht viel spätergeweckt , aber dagegen sehr unsanft durch die Familie aus dem Nachbarzimmer, die wie Elefanten über den Holzboden trampelten und ständig die Zimmertür knallen ließ, sodass im Umkreis von 10km wahrscheinlich jedes Tier verschreckt wurde. Am Vormittag joggten wir bis zum Ortskern und zurück, nachmittags dann der erste “River cruise” flussabwärts. Der Kinabantangan hatte eine stattliche Breite mit brauner Färbung und das Ufer war durch den Wildwuchs teilweise nicht erkennbar. Mit 6 Personen vollbesetzt knatterte der 15PS Motor los. Nach einiger Fahrt wurden die ersten Affen in den Uferbäumen gesichtet, es waren jede Menge long-tailled-Makaken. Kurz darauf kamen auch schon die für den Fluss berühmten Nasenaffen. In Reih und Glied hangelten Sie sich von Ast zu Ast den Fluss entlang. Und die Intelligenz dieser Tiere zeigte sich, als einer von Ihnen durch vor und zurückwippen den kleinen Baum zum Schaukeln brachte und dann genau im Wendepunkt der Vorwärtsbewegung zum nächsten Baum sprang, was ohne wippen nicht möglich gewesen wäre. Danach erreichten wir einen Abzweig, sehr schmal, die Wasseroberfläche war spiegelglatt, die Bäume ragten nun teils bis zur Mitte und auf Einem davon und am Ufer -es schien gerade zu, als hätten Sie die täglichen Touren bereits erwartet- genosseneinige der vielen long Tailled-Makaken das Blitzlichtgewitter, zumindest posierten Sie in bester Modelmanier. Spätestens, als der von uns getaufte Klassenclown einen seiner Artgenossen in vorderster Front von hinten nahm, bestand daran kein Zweifel mehr. Verena war auf dem Rückweg über das Gesehene bereits überglücklich, da bot sich noch ein atemberaubender Anblick aus nächster Nähe. Zwei Pygmäen-Elefanten -wie der Name schon vermuten lässt- wesentlich kleiner als Ihre afrikanischen Freunde und den Informationen nach vom Aussterben bedroht, gönnten sich den Luxus einer Mahlzeit in Ufernähe. Auch von der Aufregung auf den versammelten Booten ringsrum ließen Sie sich nicht stören und beim Aufstehen sah man, dass Sie sogar zu dritt unterwegs waren. Das kleine Jungtier wurde stets gut behütet und konnte nicht älter sein als ein paar Wochen. Wir verbuchten den Tag als vollen Erfolg und als Entschädigung für die Enttäuschung im Danum Valley. Die gleiche Tour gabs dann -nur flussaufwärts- am nächsten Morgen, und zwar noch vor dem Frühstück um 6 Uhr, weil dann die Chance auf Affenbesichtigung am größten ist. Wenn das so weiter geht, werde ich noch zum Frühaufsteher, aber die erfolgreiche Tour entschädigte dafür zumindest. Die beiden Tage waren genau der richtige Vorgeschmack auf den nun anstehenden Besuch im Sepilok Park nahe Sandakan, DAS große Ereignis für Verena und Ihren heißgeliebten Orang-Utans, was übersetzt schlicht und einfach Waldmensch bedeutet. Auch die beiden Holländerinnen reisten mit uns dorthin, mit Ihnen hatten wir abends immer gemütlich das eine und andere Bierchen getrunken und nach deren eigene Aussage Ihre Sichtweise zu Deutschen verbessert. Eigentlich kaum vorstellbar, denn zurück gehalten mit unserem Aktionismus und Mitteilungsbedürfnis hatten wir uns natürlich nicht. Da die Zeit der Beiden aber wesentlich begrenzter war als unsere, mussten Sie bereits am nächsten Tag weiter, so verlebten wir ein paar nette Tage zusammen, doch auch die traute Zweisamkeit kam sowohl für Sie als auch für uns genau richtig wieder zurück. Und dann war es soweit, der Tag, auf den Verena schon seit Monaten hinfieberte, war nun endlich da. Das Ziel des Sepilok-Parks ist die Wiederaussetzung von Orang-Utans, die verwaistsind oder verstoßen wurden. Die Fütterung in der Öffentlichkeit aus sicherer Entfernung dient als Einnahmequelle zur Fortführung des Zentrums. Bereits vorher versuchte ich, Verena´s Erwartungshaltung zu dämpfen, um einer möglichen Enttäuschung vorzubeugen, denn viele Internetforen waren mit Kritik als Abzocke übersäht, jetzt, im Nachhinein, kann man festhalten, Sie haben den Sinn des Parks definitiv nicht verstandenhaben . Aber wie sollte es anders sein, als der Wecker schellte, stand Verena bereits frisch geduscht, ausgehfertig und grinsend in gewohnter Haltung vor mir, “bin fertig!” Es war halb acht, der Park 10 Minuten fußläufig öffnete um 9 Uhr, “einfach Ruhe bewahren”, dachte ich, “so ist Sie halt!” Aber auch mich hatte Sie mittlerweile mit Ihrem Faible angesteckt, sodass wir um kurz nach neun den Park betraten, jedoch nicht, ohne durch Ihre strengen Vorkehrungen gegen Affenklau gekommen zu sein. Ein sicherer touristengeeigneter schmaler Holzsteg mit Geländer führt durch einen Auschnitt des Regenwaldes, hier wurde den Menschen der Weg begrenzt, schließlich bewegt man sich in dessen Lebensraumund nicht umgekehrt . An der Plattform für die Fütterung warteten bereits die ersten Besucher, vollends bewaffnet mit Hightech-Ausrüstung, um die besten Fotos und Videos aus der ersten Reihe machen zu können. Wir stellten uns kurz dazu, beobachteten jedoch die Bäume und die Leute auf dem weiteren Verlauf des Weges. Es wurde nur noch geflüstert, um die Affen nicht zu verschrecken. Plötzlich sah ich, wie ein paar Meter weiter jemand seinem Freund mit dem Finger etwas zeigen wollte. Ohne zu wissen, was das sein könnte, aber in stiller Hoffnung auf einen Orang-Utan, nahm ich Verena´s Hand und schlich zu den Beiden rüber. Kaum dort angekommen, raschelte es an besagter Stelle und tatsächlich, einer von Ihnen saß ca. 10m entfernt halbhoch im Baum. Als Verena ihn erhaschte, drückte Sie meine Hand, stand ansonsten völlig regungslos dar und strahlte ihn entzückt an. Kein Zaun, kein Gitter, nur ein Holzgeländer und 10m Regenwald trennten Verena und mich von dem Orang-Utan, aber es sollte noch viel aufregender werden. Er, Oscar hieß er -Verenahat den Aufpasser später ausgefragt- schlug fast Parallelkurs zum Weg ein, aber nur fast, denn er näherte sich langsam, scheinbar neugierig dem Tumult auf dem Weg gegenüber, der mittlerweile entstanden war. Die Distanz hatte er mittlerweile halbiert und blieb seiner Richtung treu. Das war die Chance, ich zog Verena aus dem Tumult hinter mir her zu dem angepeilten Punkt, an dem Oscar das Geländer erreichen müsste und das sollte sich auszahlen, denn er schwing sich elegant auf das Geländer und saß nun direkt vor uns, nur knapp 1m von uns entfernt. Verena erstarrte fast in Ehrfurcht, ich bin mir sicher, ihren Puls gehört zu haben, so heftig schien er zu schlagen. Dann setzte er seinen Weg auf dem Geländer fort, wir und maximal drei weitere Leutein der “Pole Position” rückwärts vor ihm, neben ihm der Aufpasser und dahinter dicht gedrängt die gesammelte Menschenmasse. Es war schon eine Art Marionettenspiel, bewegte sich Oscar, bewegten sich alle, stand er still, standen alle still. Nach nur wenigen Metern kletterteer auch noch das Geländer herab auf den Weg, blieb dann sitzen und war uns so nah, dass Verena aus Respekt sogar einen Schritt zurück machte. Doch das hätte Sie nicht tun müssen, denn ehe ich reagieren konnte, umfasste er mit seiner Hand ganz sanft mein Bein, doch dann griff der Guide ein, denn Menschenkontakt dürfen Sie in ihrer Auswilderungsstufe nicht mehr haben. Also löste der Guide seine Hand von meinem Bein, doch schon hatte er seine andere Hand um mein anderes Bein gelegt. Erst dann gelang es ihm, Oscar auf den Arm zu nehmen und ihn davon zu tragen. Alle schlichen hinter her und Verena äußerte einen tiefen Seufzer, “wie gern würde Sie gerade mit dem Pfleger tauschen wollen”. Aber egal, Verena war sichtlich gerührt, konnte beim Warten auf die anstehende Fütterung kaum ihre Freudentränen verbergen und begründete das Anfassen meines Beines damit, als wollte Oscar mir sagen, ich habe die richtige Entscheidung getroffen, Ihn mit Verena besucht zu haben. Die anschließende Fütterung war eine Enttäuschung, lediglich ein Orang-Utan zeigte sich bei der 10 Uhr Fütterung dem Publikum rückenzugewandt, aber das konnte unsere Super-Laune nicht annähernd schmälern, hatte das vorherige Ereignis vor allem ihre Erwartung, als auch meine Zurückhaltung bei Weitem übertroffen. Direkt danach gab es noch als Zugabe viele Makaken ebenfalls aus nächster Nähe zu bestaunen, die sich ihren Weg durch den Waldboden bahnten. Freudestrahlend verließen wir den Park, in Vorfreude auf das Wiederkommen am Nachmittag zur zweiten Fütterung. Und da waren Sie wie angekündigt zahlreicher zu sehen. Von der Makakenbande wurden wir schon kurz hinter dem Eingang begrüßt, ein Orang-Utan beobachtete das Treiben auf der Besucherplattform aus sicherer Höhe -gar nicht auszudenken, wenn der Höhenangst haben würde- kletterte auch noch langsam ein Stück den Baum herunter, gleichzeitig begann die Fütterung, scheinbar hatten nun mehrere Orang-Utans Appetit und auch die Makaken machten sich nun auch auf der Fütterungsplattform breit. Alle Besucher waren also beschäftigt, nur Verena stand ein paar Meter weiter völlig glückselig, quasi allein unter einem Baum und bewunderte eine schwangere Orang-Utan Dame, wie Sie regungslos nur ca. 5m Luftlinie über ihr im Baum saß. Als krönenden Abschluss kam Verena am Ende auch noch ein Orang-Utan auf dem Geländer entgegen und der Tag hatte alle Erwartungen bei Weitem übertroffen. Und auch das nächste Ziel, der Park mit den heißen Quellen in Poring sollte unerwartet erfolgreich und schön werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s